Cookie Consent Tools!?! All deine Fragen zu Cookies kurz & knusprig beantwortet

Juliane Arzberger

Was ist eigentlich ein Consent und wer muss auf Cookies hinweisen? Wann brauche ich ein Cooie Consent Tool und wie intergiere ich es in eine Webseite?

Fragen über Fragen... die wir dir alle hier beantworten.

Was sind Consent Tools?

Consent Tools werden eingesetzt, um die Einwilligung des Nutzers in die Verwendung von Cookies auf einer Webseite zu ermöglichen und zu dokumentieren. Das Consent Tool speichert dabei z.B. IP-Adressen oder einen Hash-Wert ab, um eine erteilte Einwilligung im Zweifel nachweisen zu können.

 

Wer muss auf Cookies hinweisen?

Die Rechtslage in Sachen Cookies ist in Deutschland immernoch verwirrend und nicht ganz eindeutig geregelt. Klar ist aber: Wer über Cookies personenbezogene Daten erhebt, muss dafür zuvor die aktive Zustimmung des betroffenen Nutzers einholen. Nur technisch notwendige Cookies dürfen ohne Einwilligung des Nutzers gesetzt werden.

 

Wer braucht ein Cookie Consent Tool?

Wenn du Cookies auf´deiner Webseite setzen möchtest, musst du dir dafür also eine Einwilligung des Besuchers einholen - außer die Cookies sind technisch notwendig. Es dürfen erst dann Daten übertragen werden, wenn der Nutzer seine Einwilligung erteilt hat. Auf der sicheren Seite bist du also, wenn du eine echte Einwilligung per Cookie Consent Tool einholst.

 

Wann brauche ich ein Consent Tool?

Sobald du Tools einsetzt, die nicht schlicht den technischen Betrieb der Webseite ermöglichen, brauchst du ein solches Cookie Consent Tool oder Cookie Tool, wenn du rechtlich sicher gehen willst. Wenn du nur technisch notwendige Cookies einsetzt, brauchst du keins.

 

Was sind technisch notwendige Cookies?

Technisch notwendige Cookies sind Cookies, die für die Funktionen einer Website zwingend erforderlich sind. Das bedeutet z.B. das Speichern von Log-in-Daten, des Warenkorbs oder der Sprachauswahl. Zu technisch notwenigen Cookies gehören also z.B.:

  • Session Cookies, die Warenkorbinhalte, Loginstatus oder Spracheinstellungen speichern
  • Opt-Out-Cookies
  • reine Zähl-Cookies, die eine Überlastung von Webseiten verhindern

 

Wann brauche ich kein Cookie-Banner?

Du trackst deine Nutzer nicht und setzt nur technisch notwenige oder gar keine Cookies? Dann ist laut DSGVO kein Cookie-Banner notwendig. Wer auf seiner Webseite keine Tracking-Tools oder andere Tools zu Marketingzwecken einsetzt, braucht daher auch keinen Consent Manager. Auf die Cookies muss aber in der Datenschutzerklärung hingeweisen werden.

 

Warum überhaupt Cookies?

Cookies können zu Ablegen von Daten sehr nützlich sein, wenn man mehrere Schritte auf einer Webseite vornimmt - zum Beispiel ein Produkt in den Warenkorb legen. Manche Cookies können aber über Jahre auf dem eigenen Rechner bleiben und das eigene Nutzerverhalten analysieren. Durch Cookies können Unternehmen somit das Surfverhalten von Nutzern analysieren und diese Daten für ihre Marketingzwecke nutzen.

 

Was ist eigentlich ein Consent?

Ein Consent, auf Deutsch eine Einwilligung, erfolgt im digitalen Marketing, sobald eine betroffene Person freiwillig und unmissverständlich zustimmt, dass ein Datenverantwortlicher Ihre personenbezogenen Daten für bestimmte Zwecke speichert und verarbeitet.

 

Warum Consent Management?

Beim Consent Management geht es wirklich darum, den Besucher einer Website in die Lage zu versetzen, sein Recht auf Privatsphäre auszuüben. Ein ordnungsgemäßes Consent Management-System umfasst folgendes: Es wird um Einwilligung gebeten, indem klar angegeben wird, wofür die Einwilligung erteilt wird und wie die Daten verwendet werden.

 

Wie erstelle ich einen Cookie Hinweis?

Wie du ein Consent Management Tool einbinden und einen Cookie-Hinweis auf deiner Webseite einfügen kannst, haben wir dir in einem gesonderten Blogbeitrag Schritt für Schritt erklärt: Den Klaro! Consent Manager in eine Contao Webseite einbinden.

 

Was passiert wenn ich Cookies ablehne?

Wenn du Cookies im Browser blockierst, kann der Betreiber der Webseite nicht mehr per Cookie verfolgen, ob und mit welchem Gerät du die Webseite besucht hast. Beachte jedoch, dass durch die Ablehnung von Cookies auch wichtige Funktionen von Webseiten blockiert werden, die dann möglicherweise nicht mehr richtig funktionieren.

 

Kann man Cookies automatisch ablehnen?

Cookie-Hinweise auf Webseiten sind oft nervig platziert und müssen regelmäßig bestätigt werden. Es gibt Browser-Erweiterungen (wie z.B. die Chrome-Erweiterung "I don't care about cookies"), mit denen du diese Cookie-Warnungen ganz einfach entfernen kannst. Dabei musst du meist die gewünschte Wahl für die Cookie-Auswahl nur einmalig treffen und die Erweiterung gibt diese dann immer automatisch an die besuchte Webseite weiter.

 

Wie müssen Cookie Banner aussehen?

Ziel sollte sein, dass der Nutzer klar über die Cookies auf der Webseite informiert ist. Ein perfektes Cookie-Banner sollte transparent und informativ sein, indem nur die technisch notwendigen Cookies vorher angekreuzt sind und bei allen Cookies übersichtlich Verwendungszweck und Anbieter genannt werden. Außerdem sollte das Impressum samt Datenschutzhinweis erreichbar sein.

 

Was kostet ein Cookie Banner?

Die Kosten eines Consent Tools mit Cookie Banner setzen sich aus den Lizenzkosten für das Cookie Consent Tool an sich und (sofern du es nicht selbst einbinden willst) den Kosten der Einbindung des Cookie Banners durch eine Agentur zusammen.

 

Wie hoch sind die Lizenzkosten für ein Cookie Consent Tool?

Von den meisten Consent Tools ist eine kostenlose Basisversion verfügbar und weitere kostenpflichtige Versionen, deren Preis von verschiedenen Faktoren abhängig ist, wie der Domainanzahl oder den Seitenansichten pro Monat. Die Kosten für ein Consent Tool sind hier sehr unterschiedlich und reichen von 39 Euro pro Jahr bis hin zu 695 Euro pro Monat.

 

Gibt es kostenlose Cookie Banner?

Ja es gibt einige kostenlose Cookie Constent Tools, die allerdings meist eine eingeschränkte Funktionalität aufweisen (z.B. nur für eine Domain oder keine Statistiken zur Einwilligung verfügbar). Kostenlose Cookie Banner gibt es z.B. von Usercentrics, Borlabs, Cookiebot oder Klaro! Einige Online Dienstleister bieten auch gratis Cookie Banner in ihren Abos an, wie z.B. eRecht24 mit kostenlosem Usercentrics Cookie Banner oder der Händlerbund mit gratis Consentmanager Version.

 

Was kostet es, wenn dir eine Agentur einen DSGVO-konformen Cookie-Banner integriert?

So pauschal lässt sich das leider nicht genau beantworten. Es kommt immer auf die Gegebenheiten an, z.B.:

  • Hast du eine oder mehrere Websites/Domains?
  • Gibt es deine Webseite in verschiedenen Sprachen?
  • Wie viele Trackingskripte (z.B. Google Ads, Google Analytics, Facebook etc.) sind auf deiner Webseite im Einsatz?
  • Werden die Trackingskripte bereits über den Google Tag Manager ausgeliefert?
  • Gibt es Besonderheiten im Tracking?

Je nach Antwort kannst du vermutlich mit 1.000 € bis mehr als 10.000 € rechnen. Das klingt vielleicht erstmal viel, aber es steckt eben auch einiges an Aufwand dahinter. Zumindest dann, wenn du eine professionelle und sorgfältige Einbindung möchtest. Beides ist essentiell, denn letztlich liegt die Haftung bei dir.

 

Wie bindet man einen Cookie Banner ein?

Die Aufgaben im Detail:

  1. Cookie-Consent-Tool aufsetzen – inkl. der optischen Anpassung an dein Webdesign (mind. 2,5h Aufwand)
  2. Cookie-Consent Über den Google Tag Manager implementieren und dabei alle Skripte und Cookies analysieren, kategorisieren und regelkonform einbinden; Abstimmung mit allen Projektbeteiligten (Agenturen, Entwickler, Datenschutzbeauftragte, Unternehmensjuristen etc.) (mind. 4h Aufwand)
  3. Prüfung auf Punkte, die noch nicht datenschutzkonform sind (mind. 1h Aufwand)
  4. Vorschläge für Cookie-Hinweistexte erarbeiten (mind. 1h Aufwand)
  5. Link für Cookie-Einstellung in Footer und Datenschutz-Seite vorbereiten (ca. 1h Aufwand)
  6. Mittels zahlreicher Testszenarien die Funktionsfähigkeit prüfen (ca. 2 bis 6h)
  7. Sorgfältige Dokumentation (PDF) (ca. 4h)

 

 

Wir hoffen, wir konnten dir mit diesem Beitrag nützliche Informationen Thema Cookies an die Hand geben und deine offenen Fragen beantworten. Wir möchten aber darauf hinweisen, dass sich einige Informationen auch noch widersprechen oder nur schwammig formuliert werden können, da es rechtlich immernoch noch Unklarheiten gibt. Darüber hinaus sind wir keine Anwälte, alle Informationen wurden von mehreren Quellen gesammelt und zusammengefasst.

Es handelt sich hier um einen Artikel vom April 2022. Dieser Artikel ist keine rechtliche Beratung. Es wird keine Garantie auf Rechtssicherheit gegeben.

 

Quellen:

https://barth-datenschutz.de

https://dr-dsgvo.de

https://www.e-recht24.de

https://www.cookiebot.com

https://www.advocard.de

https://webersohnundscholtz.de

https://www.ionos.de

https://www.verbraucherzentrale.de

https://piwikpro.de

https://www.chip.de

https://www.onlinesolutionsgroup.de

https://www.berliner-digitalbuero.de

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